Birgit Kömpel

Pressemitteilung:

02. November 2016

Zweite Einsatzhundertschaft soll zurückkehren

Birgit Kömpel und Johannes Kahrs zu Besuch bei der Bundespolizei in Hünfeld
+Frank Martini, PD Werner Friedrich, Birgit Kömpel, MdB und Pressesprecher Jürgen Bohl

Die Bundespolizei in Hünfeld leistet sehr gute Arbeit. Aber sie ächzt unter der Last, die sie zu tragen hat. Viele Einsätze – sei es aus Anlass von Fußballbegegnungen, Demonstrationen oder der Migration – sorgen dafür, dass die Beamtinnen und Beamten eine große Menge Überstunden vor sich herschieben. Die Einsatzstunden haben sich im Jahr 2015 gegenüber denen vom Jahr 2014 fast verdoppelt. Und in 2016 dürfte die Zahl aus dem Vorjahr wieder erreicht werden. Beim Besuch am Standort machten die Bundestagsabgeordneten Birgit Kömpel (Wahlkreis Fulda/Vogelsberg) und Johannes Kahrs (Hamburg) deutlich, dass sie sich für eine personelle Aufstockung der Bundespolizei in Hünfeld einsetzen möchten. Kahrs ist haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Im Jahr 2008 musste der Standort Hünfeld eine Einsatzhundertschaft abgeben. Darauf wies Hünfelds Abteilungsführer Werner Friedrich beim Empfang für die beiden Abgeordneten hin. „Durch viele Abordnungen ist der Personalbestand hier oft recht dünn“, sagte Friedrich. Zwar bekommt Hünfeld als einer von fünf Standorten eine neue Anti-Terroreinheit mit 50 Dienstposten, doch weil sich der größte Teil dieser Einheit zunächst aus dem bisherigen Personal rekrutiert, gibt es erneut Lücken.
„Ziel ist es, die im Jahr 2008 verlorene Hundertschaft für Hünfeld zurückzugewinnen“, sagte Birgit Kömpel, die seit ihrem Eintritt in den Bundestag 2013 im engen Kontakt mit der Abteilungsführung sowie der Hünfelder Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei steht. Sie erinnerte daran, dass ihre Partei es war, die 3000 neue Planstellen für die Bundespolizei durchgesetzt hatte. Nun sollen noch einmal 3000 hinzukommen. Johannes Kahrs dazu: „Mit den ersten 3000 können die Löcher gestopft werden, die durch altersbedingtes Ausscheiden entstanden sind. Mit den nächsten 3000 kann man dann strukturell arbeiten.“ Der Haushaltspolitiker weiter: „Bei der aktuell guten Haushaltslage und der schwierigen aktuellen Sicherheitslage müssen wir etwas tun.“ Bis zu den Bundestagswahlen im Jahr 2017 wolle seine Partei noch viel regeln: „Am Bestand muss man merken, dass man geschätzt wird. Das gilt auch für Hünfeld. Bedarf muss man anmelden, wenn er gebraucht wird. Und im Moment gibt es Geld.“
Werner Friedrich vernahm diese Worte sehr gerne. Er wies aber auch darauf hin, dass bei einem Comeback der zweiten Einsatzhundertschaft ein neues Unterkunftsgebäude für die Polizistinnen und Polizisten errichtet werden müsse. Platz für ein neues Haus sei auf dem Areal in Hünfeld aber reichlich vorhanden.
„Fangt an zu planen, dass so schnell wie möglich ein Konzept vorliegt“, sagte Johannes Kahrs. Der Sozialdemokrat versprach, sich in Berlin für den Standort Hünfeld einzusetzen. Vor Ort konnten sich Kömpel und Kahrs von den Fähigkeiten und der Leistungsbereitschaft der Bundespolizei in Hünfeld überzeugen. Die Beamtinnen und Beamten zeigten auf, mit welcher Einsatzbereitschaft und technischem Knowhow sie ihre Einsätze fahren.
Wir sollten das Potenzial der bisherigen Standorte nutzen, bevor wir neue schaffen“, sagte Birgit Kömpel zum Abschluss eines interessanten Besuches am Bundespolizei-Standort Hünfeld.

Weitere Bilder zum Besuch bei der Bundespolizei in Hünfeld

Am Abend zuvor hatten Kömpel und Kahrs zur Diskussion mit dem Thema „Die öffentliche Sicherheit in Deutschland stärken“ ins Konrad-Zuse-Hotel nach Hünfeld eingeladen. Diskutanten waren neben den beiden Abgeordneten die Hünfelder SPD-Fraktionschefin Nicole Gardyan sowie Frank Martini, Vorsitzender der Hünfelder Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei.
„Im Bereich innere Sicherheit darf man nicht sparen. Bei den Menschen mehrt sich die Angst vor Anschlägen“, hatte Veranstalterin Birgit Kömpel bei ihrer Begrüßung gesagt. Und Johannes Kahrs, der mit humorvoller Art trotz ernsten Themas die Zuhörer/innen begeisterte, sparte auch nicht mit Kritik am Koalitionspartner CDU: „Die CDU besetzt wichtige Ministerien und auch das Kanzleramt. Leider funktioniert es dort nicht.“ Frank Martini beklagte die Situation der Beamten, die überlastet seien, aber nicht sonderlich gut bezahlt würden: „Wir sollen die eierlegende Wollmichsau sein. Das aber können wir mit diesem Personalstamm nicht leisten.“ Und Nicole Gardyan sprach davon, „dass wir uns in Hünfeld zwar sicherfühlen, aber der Terror dennoch ein Stachel der Angst ist“.
Die gut zweistündige Diskussion erlebten etwa 50 Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich gut informiert auf den Weg nach Hause machten.

Bilder von der FvO-Veranstaltung

Birgit Kömpel

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