Birgit Kömpel

Pressemitteilung:

Neuhof, Fulda, Wiesbaden, 17. Juli 2018

Fuldaer SPD fordert Neuaufstellung der Point-Alpha-Stiftung: Politische Einvernahme durch die CDU muss aufhören!

Fuldaer SPD fordert Neuaufstellung der Point-Alpha-Stiftung: Politische Einvernahme durch die CDU muss aufhören!

„Wir fordern Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld als Stiftungsratsvorsitzenden auf, die Neuaufstellung der Point-Alpha-Stiftung voranzutreiben – wenngleich aufgrund der aktuellen Entwicklungen fraglich scheint, ob er das kann und möchte“: Mit diesen deutlichen Worten kritisiert Sabine Waschke, Vorsitzende der SPD im Landkreis Fulda die jüngsten Vorgänge rund um die Stiftung. „In jedem Fall muss die Stiftungssatzung überarbeitet werden, um eine so einseitige politische Einvernahme dieser wichtigen Stiftung durch die lokale CDU, wie wir sie gerade erleben, in Zukunft auszuschließen.“

In der vergangenen Woche waren fünf angesehene Mitglieder aus dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung zurückgetreten. Als Gründe hatten sie unter anderem angegeben, dass in den letzten eineinhalb Jahren die politische Pluralität eingeschränkt worden sei, dass sich die Umgangsformen unter dem neuen Stiftungsratsvorsitzenden Wingenfeld erheblich verschlechtert hatten und dass der stark CDU-dominierte Stiftungsrat inhaltliche Entscheidungen treffe, ohne wie üblich Rat beim wissenschaftlichen Beirat einzuholen. Zuvor war bereits Ricarda Steinbach als hauptamtliche Direktorin der Gedenkstätte Point Alpha zurückgetreten – offenbar auf politischen Druck hin.

„All dies finden wir absolut nicht hinnehmbar. Die Point-Alpha-Gedenkstätte und die entsprechende Stiftung haben ein überparteiliches und weit über die Region hinaus sehr wichtiges Anliegen bei der Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilung. Das darf niemals für parteipolitische Interessen missbraucht werden, doch genau das tut die CDU derzeit offensichtlich. Wir fordern Herrn Dr. Wingenfeld daher auf, sein bisheriges Handeln und das seiner Mitstreiter im Stiftungsrat kritisch zu hinterfragen und für die Zukunft auf allen Ebenen die richtigen Schlüsse zu ziehen“, so Sabine Waschke.

Birgit Kömpel

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