Birgit Kömpel

Lauterbach und Schlitz

Birgit Kömpel bewegt sich gerne im Vogelsberger Teil ihres Wahlkreises. Nach Grebenhain, Wartenberg und Ulrichstein machte sie nun während ihrer Sommertour Station in Lauterbach und in Schlitz. In Lauterbach hatte es der dortige SPD-Ortsverein möglich gemacht, dass die Bundestagsabgeordnete sich ein Bild von dem im Umbau befindlichen Rathaus machen konnte. Dort wurde die Delegation von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (CDU) und Projektleiter Jörg Saller begrüßt. Für Birgit Kömpel hatten die Bauherren extra einen rötlich farbenen Bauhelm besorgt. 3,8 Millionen Euro werden in den Umbau des Rathauses investiert, Ende des Sommers 2017 soll das Gebäude fertig gestellt sein. Bürgermeister Vollmöller betonte, dass ihm auf jeden Fall Genauigkeit wichtiger sei als Schnelligkeit. 133 Fenster werden ausgetauscht, der Dachstuhl komplett erneuert. Jörg Saller: „Der alte war statisch nicht mehr nachweisbar.“ Nach der Besichtigung des Rathauses ging es hoch auf den Kirchturm der evangelischen Kirche, der einen herrlichen Blick über ganz Lauterbach lieferte. Und schließlich besichtigte Kömpel mit den Genossinnen und Genossen die Industriebrache am Bahnhof. Beim Grillfest an der Geschäftsstelle in der Bahnhofsstraße wurde eifrig über die aktuelle Bundespolitik gesprochen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um den Worten der Abgeordneten zu lauschen. Kömpels Dank galt Conny Hentz, Dirk Kurzawa und Gerhard Fatum vom Ortsverein Lauterbach, die die Route zusammengestellt und zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.
Auch der Schlitzerländer SPD-Ortsverein mit Andreas Richter an der Spitze hatte sich sehr viel Mühe bei der Organisation des Nachmittags gegeben. Erste Station war das traditionsreiche Schlitzer Unternehmen Langheinrich, größter Produzent für Tischdecken Europas. Geschäftsführer Burkhard Oel hat das Unternehmen vor einigen Jahren erworben, und seitdem geht es deutlich aufwärts. 130 Mitarbeiter arbeiten bei Langheinrich, zuletzt wurde reichlich investiert – auch wenn der Geschäftsführer den aktuellen Investitionsstau noch immer mit fünf bis zehn Millionen Euro beziffert. Birgit Kömpel freute sich sehr darüber, dass Oel außergewöhnliche Wege geht, was den Umgang mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betrifft. So waren die Tantiemen, die zum Ende des Jahres ausbezahlt wurden für alle Beschäftigten gleich hoch – vom Geschäftsführer bis zum Auszubildenden. Gleichzeitig versucht der Geschäftsführer seine Leute mit 60 Jahren in den Ruhestand zu bringen. „Wer 40 Jahre oder länger in der Weberei gearbeitet hat, dessen Knochen sind kaputt“, sagt Oel. Und nun hat der Firmenchef eine Asylunterkunft im Firmengelände etabliert. 60 Flüchtlinge sind hier untergebracht. Oel kümmert sich darum, dass sie Deutsch lernen und zugleich in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Deutschkurse finden bei Langheinrich statt, eine Lehrerin wurde eingestellt. Birgit Kömpel machte mit den Genossinnen und Genossen eine kurze Stippvisite während des Kurses und war erfreut über den Fleiß und Ehrgeiz der Flüchtlinge. Sechs sind bereits bei Langheinrich beschäftigt, auch andere Unternehmen aus Schlitz haben bereits zugegriffen. „So funktioniert Integration“, erklärte Burkhard Oel.
Nach der Führung bei Landgheinrich trafen sich Interessierte zum Dämmerschoppen in der Burgenschänke. Durchaus intensiv wurde mit Birgit Kömpel über die aktuelle Situation der Sozialdemokraten und ihre Chancen bei der Bundestagswahl 2017 diskutiert. Birgit Kömpel sprach über mögliche Wahlkampfthemen wie Bürgerrente, Bürgerversicherung und kostenlose Bildung. „Wir müssen geschlossen auftreten“, sagte sie. SPD-Chef Andreas Richters Fazit in Richtung Kömpel: „Es hat Spaß gemacht, mit dir zu diskutieren. Hoffentlich kommst du bald wieder.“












Birgit Kömpel

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